Im Hinblick auf die Vielzahl der Medien und Kommunikationsmittel spricht man von einem „kommunikativen Grundrauschen“, dem der Rezipient ausgesetzt ist. Die Masse an (Werbe-)botschaften, mit denen jeder von uns täglich konfrontiert wird, ist demnach vergleichbar mit einer nicht klar definierbaren Menge an audiovisuellen Reizen, die unser Gehirn verarbeiten muss. Es ist zwar in der Lage, alle Reize aufzunehmen, kann aber nur einen minimalen Teil davon bewusst verarbeiten. Welcher Teil das ist, hängt insbesondere von zwei Faktoren ab:
Um eine ausreichende Differenzierung zu gewährleisten, muss die eigene Botschaft die der Wettbewerber überragen. So, wie ein einzelner großer Baum, der hoch über die Wipfel des Waldes ragt. Dies ist die Grundvoraussetzung, um beim Empfänger überhaupt auf gerichtete Aufmerksamkeit (Attention) treffen zu können.
Unterstützt wird dieser Prozess durch die Verwendung von „Codes“ (Bilder, Texte, Töne etc.), die in der Wahrnehmung der Zielgruppe bereits als relevant eingestuft und positiv besetzt sind (Interest). Erst dann wird die Botschaft selektiv vom Rezipienten verarbeitet und hat überhaupt eine Chance, das gewünschte Bedürfnis (Desire) in der Zielgruppe zu wecken und sie zu einer bestimmten Handlung (Action) zu bewegen.
Die Tatsache, dass Sie diesen Text bis hierher gelesen haben, beweist zwei Dinge:
Die durchschnittliche Verweildauer auf der Startseite einer Hompage liegt laut Statistik bei fünf Sekunden. Sie haben schon 35 Sekunden gebraucht, um diesen Text zu lesen.